Solewärmepumpen erscheinen im Haus fast wie eine gewöhnliche Heizkesselanlage.
Sie sind echte Alternativen im Neubau, getrieben durch das Erneuerbaren Energien Gesetz.
Knackpunkt sind die umfangreichen Erdarbeiten z.B. Bohrungen bis 100m Tiefe. Das hat zur Folge, dass man nach mittelfristiger Erteilung einer Bohrgenehmigung durch die Untere Wasserbehörde mit erheblichen Eingriffen in das Grundstück zu rechnen hat. Grundsätzlich ist die Erdreich/Wasser-Wärmepumpe das am weitesten verbreitetete Erdwärme-Sytem, typischerweise in Verbindung mit einer Fußbodenheizung.
Einen zertifizierten Spezial-Bohrbetrieb können wir gerne benennen, z. B. die Firma:
RTS in Bielefeld
http://www.sadurski.de/
https://kst-wassertechnik.de/
Infos Geothermie Bielefeld:
https://www.bielefeld.de/de/un/kli/ee/gth/
Luftwärmepumpen sind auf dem Vormarsch. Nicht zuletzt auch deswegen weil die Integration ins Grundstück einfacher und günstier als bei Erdwärme zu machen ist. Trotzdem gibt es eine Menge Details zu beachten. Naturgesetze sind unbestechlich!
Seit >20 Jahren bauen wir Luft- und Erdwärmepumpen ein. Daraus resultiert ein großer Erfahrungsschatz, weil wir solange auch die Betreuung, Wartung und Wirkungsweise mitverfolgen. Ebenso sind wir aufmerksam in der Weiterentwicklung modernster Techniken involviert.
Eine Luftwärmepumpe ist eine Maschine die unter diversen meist Winter-Wetterbedingungen, ca. 3000 Stunden pro Jahr in vibrierender und rotierender Bewegung arbeitet und relativ viel Strom verbraucht, gleichzeitig >1 Mill. m³ Außenluft über einen Wärmetauscher lüftet und dabei Umwelt"Wärme" entzieht. Um diese Wärme in der Heizung & Warmwasserbereitung gebrauchen zu können erfolgt dann ein komplexer Verdichtungsprozess ähnlich einem Kompressor wobei hier Drücke um 20-40 bar im System üblich sind (Wasserleitung nur 4 bar). So faszinierend das alles funktiont bleibt doch die Verantwortung: Welche Anlage passt zur Immobilie? Welche Vorgaben sind zu beachten? Welche Berechnungen und Auslegungen sind umzusetzen? Das Thema Wartung, Instandhaltung und nachhaltige Reparaturfähigkeit gehört auch in das Verkaufsgespräch.
Unser Ziel sind optimale Anlagen, konform den technischen Normen und Herstellerrichtlinien und möglichst gut an die Immobilie angepasst. Kompetenz und hoher Anspruch sind bei uns obligatorisch, aber alles andere wäre nicht verantwortungsvoll.
Der bestimmungsgemäße gern beworbene Betrieb einer Luftwärmepumpe die genau ausgelegt wurde bezieht sich auf moderne kleine isolierte Häuser, mit 100% Fußbodenheizung, möglichst engster Verlegung und möglichst geringem Warmwasseranteil/geringste Warmwassertemperaturen, ggf. auch in milden Gegenden - letztlich sind es nur Labor-Prüfstandswerte unter Idealbedingungen.
Alles davon abweichende werden mehr oder weniger individuelle "Experimente" die viel Fingerspitzengefühl, Erfahrung und Analyse erfordern. ACHTUNG: Die Physik ist unbestechlich.
Wärmepumpen haben nur ein sehr geringes Aktionsfenster für bestimmungsgemäßen und effizienten Betrieb. Darüber hinaus gibt es wenig Spielraum um schlechte Bedingungen auszugleichen. Darum ist eine Wärmepumpenanschaffung immer eine Gesamtgebäudebetrachtung.
Im Sektor "Luft-Wärmepumpen" unterscheiden wir folgende Variantenvielfalt. Alles haben wir bereits gebaut und in der Erfahrungsliste:
Gute Wärmeausbeute, technisch anspruchsvoll
Wasser / Wasser Wärmepumpen sind auch relevant und oft überaus effizent. In der Regel wird Grundwasser hochgepumpt, die Wärme entzogen und an anderer Stelle wird das Wasser zurück ins Erdreich gepresst. Diese Technik hat aber chemisch besondere Brisanz, da sich die Anlagentechnik gegenüber hartnäckigem Wasserstein (Mineralstoffablagerungen und Korrosion) behaupten muss.
Hier ist eine Grundwasseranalyse sowie einschlägige Fachkenntnis erforderlich. Außerdem steht ein relativ hoher Stromverbrauch der Brunnenpumpe einer an sich guten Wärmeausbeute kontraproduktiv gegenüber. Soweit ich weiss sind solche Systeme in Bielefeld nicht genehmigungsfähig.
Vor- und Nachteile der verschiedenen Systeme wurden erläutert. Die Sole(Erd)-Wärmepumpe in Verbindung mit einer optimierten Fußbodenheizung ist eine besonders langfristige, nachhaltige Investition und das Maß der Dinge. Luftwärmepumpen können mit günstigeren Anfangs-Gestehungskosten punkten, sollten aber nicht 1:1 in den Vergleich ziehen, weil eine Erdsondenbohrung für GENERATIONEN gemacht ist und dementsprechend vielfach längere Nutzungsdauer als ein Wärmepumpengerät hat!
Eine Erdbohrung ist eine Wertanlage wie ein Brunnen. Langfristig bleibt die Erdwärme interessanter - insbesondere wenn die Förderungen ergänzend hinzu kommen.
Aufteilung nach
Wärmequellen (links) und
Wäremverteilsystemen (rechts)
der insgesamt im Monitoringprojekt
angemeldeten Wärmepumpen.
Quelle: IKZ-Haustechnik 3/2009